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Thema: Mir unbekannte Rhinogobius sp. (7767-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #25
Hi Jutta,

mein Gelege ist jetzt 7-8 Tage alt (bei 20 °C), hab jetzt in dem Extrabecken
die Temp. auf etwa 23,5 °C erhöht. Salz und Erlenzapfen hab ich bisher
nicht reingetan. Können die Gelege denn in dem Alter noch verpilzen?
Und wie stark müssen die Eier bewegt werden?

EDIT: Ich frage auch deshalb, weil die Eier ja wahrscheinlich im Haltungsbecken
nur wenig mit frischem, sauerstoffreichen Wasser versorgt werden. Sicherlich
wedelt der Herr den Eiern Wasser zu, bei meinen beiden aktuellen Gelegen
waren die Höhlen jedoch von innen zugeschaufelt, so dass frischen Wasser von
außen wohl nur langsam eindringt oder nicht?

Danke schonmal...


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #26
Moin Tobi,

die Eier verpilzen leider in jedem Stadium. Das Frischwasser ist weniger ein Problem als die Sauerstoffzufuhr. Durch das Wedeln des Männchen wird den Eiern immer sauerstoffreicheres Wasser zugeführt und umspült sie. Wir bekommen das in einem Aufzuchtbecken nie ordentlich simuliert. Das Männchen streicht ja auch immer wieder mit der Rückenflosse über das Gelege. Was auch immer da passiert, es fehlt halt, wenn wir die Eier in einem Aufzuchtbecken erbrüten.

Meiner Erfahrung nach sterben die Embryonen sehr schnell ab, wenn sie z.B. an einer ungünstigen Position im Gelege liegen und so weniger Sauerstoff bekommen. Innerhalb von wenigen Stunden werden die Embryonen weiß. Das sollte immer sofort ein Anlaß sein, die Umströmung zu verändern, bis man eine einigermaßen optimale Position erreicht hat. Genau diese absterbenden Eier sind es, die dann verpilzen und das breitet sich mit einer irren Geschwindigkeit aufs gesamte Gelege aus.

Salz und Erlenzapfen verhindern diese schnelle Pilzbildung. Mit einer optimalen Umströmung tut man ein Übriges, um das Gelege gesund durchzubringen. Jeder Eingriff ins Gelege (z.B. um ein verpilztes Ei zu entfernen) führt zu weiteren Schädigungen an den umliegenden Eiern.

Ich weiß nicht, ob bei den Nordtaiwanern, so wie bei den anderen beiden Arten, auch eine Stabilisierung der Gelege eintritt, wenn die etwas mehr Erfahrung haben. Zumindest bei mir waren die ersten Gelege eine einzige Katastrophe und erst das letzte, das ich auch erst nach 7 Tagen entnommen habe, war einigermaßen stabil. Hat aber auch nur 17 Jungtiere gebracht, bei einer Gelegegröße von knapp 50 Eiern. Zum Vergleich: bei den grauen gibt es Gelege um die 60 Eier, die immer ALLE durchkommen, bei den roten sind es inzwischen bis zu 100 Eier, auch die kommen alle durch.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #27


EDIT: Ich frage auch deshalb, weil die Eier ja wahrscheinlich im Haltungsbecken
nur wenig mit frischem, sauerstoffreichen Wasser versorgt werden. Sicherlich
wedelt der Herr den Eiern Wasser zu, bei meinen beiden aktuellen Gelegen
waren die Höhlen jedoch von innen zugeschaufelt, so dass frischen Wasser von
außen wohl nur langsam eindringt oder nicht?



Hallo Tobi

Ich habe die Vermutung, das die brutpflegenden Männchen zusätzlich ein Sekret absondern das die Eier vorm verpilzen schützt!


Gruß Andi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #28
Hi!


Hallo Tobi

Ich habe die Vermutung, das die brutpflegenden Männchen zusätzlich ein Sekret absondern das die Eier vorm verpilzen schützt!


Gruß Andi


Das ist gut möglich. Ich hatte gestern auch die Vermutung, dass die Eier irgendwie geschützt sind,
in dem Abteil des Keilbeckens, in dem sich die Gelege nun befinden, sind auch einige Zwerggarnelen.
Sobald sie mir ihren Antennen an die Eier stießen, schreckten sie etwas zurück. Das ließ jedoch
leider nach kurzer Zeit nach, so dass ich die Garnelen sicherheitshalber in das andere Abteil umsetzte.

Es sind bei mir 38 Eier, + 38 von den R. "duospilus", beide Gelege sind nahezu gleich alt. Erlenzapfen
und Salz hab ich ja da, werde ich nachher sicherheitshalber anwenden! Danke für die Tips. Bin davon
ausgegangen, dass die Eier in einem schon recht weit entwickelten Stadium nicht mehr verpilzen
können. Außerdem hatte ich deine Informationen, Jutta, aus dem Artikel in der AMAZONAS über die
andere Variante von R. rubromaculatus übertragen, sprich Unempfindlichkeit der Gelege.


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #29
Moin,

habe jetzt mit etwa 0,5 g/L aufgesalzen und zwei Erlenzapfen zugefügt. Bis
jetzt siehts bei beiden Gelegen noch sehr gut aus.



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #30
Hi zusammen,

wollte noch ein aktuelles Bild vom Gelege zeigen. Gott sei dank ist
sowohl bei diesem, als auch bei dem R. "duospilus" Gelege im gleichen
Becken bisher kein einziges Ei verpilzt.



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #31
Hi Tobi,

sieht gut aus. Aber Tag 11? Was hast Du für eine Temperatur drin? Die sehen nämlich so aus, als würden sie sich noch zwei, drei Tage Zeit lassen.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #32
Hi Jutte, ja das denke ich mir auch!

Die Temperatur im Haltungsbecken schwankte (Zimmertemp!) zwischen
19 und 20 °C. Am 7. Tag hab ich das Gelege entnommen, dann am 8. Tag
die Temperatur auf 23,5 °C erhöht. Dabei habe ich es bis jetzt belassen.


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #33
Gut, das erklärt, warum es so lang dauert. Dann hat die Entwicklung in den ersten Tagen etwas länger gedauert.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #34
Hoi Tobi

Prima  :supi:
Ich wünsche Dir gutes Gelingen bei der Aufzucht  :)

Gruss
Conny

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #35
Tobi, eine prima Nahaufnahme ist Dir da gelungen  :supi:. Glückwunsch zum Nachwuchs.

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #36
Danke euch ;-)


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #37
Hi zusammen,

ein kurzer Zwischenbericht, alle Eier sahen ja bis (fast) zum Schluss super aus,
dann jedoch verpilzten einige, die ich auch alle entfernen konnte. Jedoch zog sich
auch der Schlupf recht lange hin, und auch von den geschlüpften Larven starben
noch viele, während sie mit großem Dottersack am Boden herumlagen.

Übrig geblieben sind bisher also nur 6 Larven, die sind schätzungsweise 10 mm
groß und fit. Aber bei den erwachsenen Grundeln sind schon wieder zwei oder
drei Weibchen kurz vor der Laichreife...



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #38
Hallo Tobi,

das ist das Leid bei den ersten Gelegen: die Embryopnen sind oft noch sehr hinfällig und es sterben viele. Warum das so ist, habe ich bisher auch noch nicht rausgefunden. Aber immerhin sind 6 übrig geblieben und sie sehen sehr gut aus :-) Viel Spaß mit den Kleinen. Meine sind inzwischen schon knapp 3 cm groß und voll ausgefärbt. Niedlich sind sie.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #39
Hi Jutta,

danke, kannst ja bei Gelegenheit auch mal aktuelle Bilder der Junggrundeln
posten... Mal schauen wie es beim nächsten Gelege wird!


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #40
Moin zusammen,

gestern aktuelle Bilder gemacht, die verbliebenen sind jetzt etwa 13 mm und 3 Wochen alt.
Seit gestern fressen sie sogar schon zerschnittene Frost-Tubifex, damit hätt ich nicht gerechnet...

Die unteresten Bilder zeigen eine der drei größten Grundeln die ich von der Art habe. Zuerst war
sie mit nur zwei anderen gleichgroßen Männchen im Becken und hat dort ständig den kürzeren
gezogen, als ich sie rausfing, sah es ja schon schlimm aus (s. Foto), nach einigen Monaten Mast
in Einzelhaft sitzt sie (er) nun mit allen 8 dieser Art im gleichen Becken und ist topfit. (Zugegebener-
maßen auf dem Bild gerade vollgefressen! ;-) )


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #41
Aua, Tobi! Das Bild von dem abgemagerten Mädchen verursacht einem richtig Schmerzen. Die hast du aber wieder toll hingekriegt.

Die Kleinen entwickeln sich super. Ich bin auch immer wieder begeistert von den Zwergen.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #42
Klasse Bilder !!!  :supi: Vielen Dank fürs zeigen.

Ich hätte nicht gedacht, daß das abgemagerte Tier noch zu retten ist. Es war jedenfalls höchste Zeit.

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #43
So, jetzt hab ich endlich mal ein paar brauchbare Bilder von meiner Jugendgang hinbekommen :-) Die sind jetzt 3,5 Monate alt und gute 3,5 cm groß.

[attach=1]

[attach=2]
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #44
Dank euch und dir auch für die Bilder Jutta! :-)
Mir scheint die stecken da recht viel weg, zumindest
als adulte Tiere, von Vorteil ist natürlich bei denen,
dass sie auch nach allem schnappen was nicht niet und
nagelfest ist. Bei meinen neuen Flossensaugern gestaltet
sich das Ganze schwieriger, die schieben mit der "Nase"
das Futter weg... ;-)

Aber es wird.



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #45
Hi,

erstmal frohe Weihnachten allen!

Hab nochmal aktuelle Bilder vom Nachwuchs gemacht, sind jetzt 6 Wochen alt und 23-24 mm groß!


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #46
Hi zusammen,

die Nachkommen sind jetzt genau 8 Wochen alt, und 27-29 mm groß.

Aktuelle Bilder:

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #47
Und tüppisch... kaum ham se Farbe, riskieren se ne dicke Lippe *g* Klasse, Tobi!
LG Jutta

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