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Thema: Mir unbekannte Rhinogobius sp. (7768-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Hi Leute,

ich habe seit gestern eine neue Rhinogobius-Art (1/2), die ich
aus ner Ladung R. duospilus rausfischen ließ, habt ihr ne Ahnung
welche das sind?



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #1
Hallo Tobi,

erst einmal herzlich willkommen hier bei uns.

Ja, ich kann Dir (ohne Gewähr) sagen, was das für Grundeln sind ;o) Rhinogobius rubromaculatus var. Nordtaiwan. Schau mal hier. Die tauchen momentan überall in der BRD auf. Da scheint ein Fänger eine ganze Population ausgehoben und auf mehrere Großhändler verteilt zu haben.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #2
Hallo Jutta,

vielen Dank erstmal für die Antwort! Ja da ist definitiv eine große
Ähnlichkeit vorhanden, gehe ich recht in der Annahme, dass jüngere
Tiere eher diese Balkenzeichnung zeigen? Wie groß sind die Tiere
auf den oberen Bildern, und wie auf den unteren?
Meine sind knapp bis voll 4,5 cm groß.

Hier nochmal das Männchen von heute:




Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #3
Hi Tobi,

die Zeichnung variiert je nach Bodengrund und Stimmung. Daran kann man nichts festmachen. Meine sind manchmal ganz blass, dann wieder fast schwarz, zwischendurch gestreift... wie auch immer. Die Größe liegt zwischen 3,5 und 5 cm.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #4
Hi Jutta,

vielen Dank! Dann werde ich die Tage mal schauen, ob zwischen
den "Normalos" noch einige weitere R. rubromaculatus schwimmen! :-)


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #5
Hi Leute,

hier nochmal zwei aktuelle Bilder dieser Grundeln. Wenn mich nicht alles
täuscht, sind es doch leider drei Männchen. Jutta, in der Grundelausgabe
der AMAZONAS schreibst du von einer Variante Nordtaiwan, sowie einer
weiteren, etwas größeren Form von R. rubromaculatus, die von Form und
Farbe R. zhoui ähneln soll.
Wie groß sind diese bei dir? Meine sind nun etwa 5,5 cm, ebenso habe
ich welche der Variante Nordtaiwan (?), die deutlich kleiner und unauffälliger
gefärbt sind.
Nun zum Schluss, ich bin auf jeden Fall verwirrt. Wenn ich deine Nordtaiwanesen
nochmal anschauen, ist die Ähnlichkeit doch gegeben... hm...



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #6
Hallo Tobi,

was das Geschlecht angeht, bin ich jedesmal, wenn ich vor meinem Becken stehe, sehr unsicher, solange die Herrschaften nicht gerade balzen oder eins der Mädels einen dicken Laichbauch hat. Das ist gar nicht so einfach.

Meine sind jetzt ca. 5,5 cm groß, genau wie Deine. Manche wachsen sehr schlecht, manche bleiben ganz klein. Bei den Rhinogobius kommt es recht häufig zu Mickerlingen in den Gelegen. Wenn Du Fotos von den Kleineren zeigen kannst, kann ich Dir da vielleicht weiter helfen. Geh erst einmal davon aus, daß es sich dabei evtl. um Jungtiere handelt, die vielleicht noch wachsen. Vielleicht sind die auch beim Futter einfach zu kurz gekommen.

Die anderen R. rubromaculatus kannst Du aber weder mit den Nordtaiwandern noch mit den grauen verwechseln. In der amazonas ist ein Foto von einem meiner Männchen, sehr kräftig rot getupft und mit viel blau in den Flossen. Unverkennbar und unverwechselbar :o)
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #7
Hi Jutta,

danke erstmal für die Antwort, habe noch einige Fotos der "kleinen" (so 4 cm?) Nordtaiwanesen,
in unterschiedlichen Stimmungen. Vielleicht kannst du daraus was ableiten! ;-)

In der AMAZONAS hatte ichs dann wohl falsch verstanden, konnte das Bild nicht der Art im
Text zuordnen...


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #8
Hi Tobi,

doch, eindeutig R. rubromaculatus (Nordtaiwan). Auf den ersten beiden Fotos würde ich auch auf Jungtiere bzw. Halbstarke tippen, beim letzteren... naja, er ist noch nicht so ganz fertig :o) Ob sie noch wachsen bei gutem Futter? Musst Du ausprobieren.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #9
Hi Jutta,

danke, dann ist ja alles klar. Die drei Tiere sind übrigens alle gleich groß, denke mal
M/W/M. Mit dem Futter hatte ich zeitweise Schwierigkeiten, wie ich in dem anderen
Thread schon schrieb, dass die Beifische (Bärblinge) immer kurz vorm Platzen waren,
während die Grundeln wohl zu wenig hatten. Muss ich wohl umstrukturieren.

Nun muss ich auch überlegen, ob ich die unterschiedlichen großen Grundeln zusammen-
setzen kann, oder ob das zuviel Stress gibt, was meinst du/ihr?

EDIT: Übrigens habe ich alle dieser Art aus einem Becken mit R. duospilus rausfischen
lassen, und die drei großen oben haben dann ziemlich schnell nen Schub bekommen,
waren allerdings bei mir auch in nem anderen Becken, wo möglicherweise die Bedingungen
besser waren. Am Anfang sahen alle gleich aus in dem Becken, höchstens minimal größer
gewesen die drei, sonst wäre mir das ja sofort aufgefallen...



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #10
Hi Tobi,

dann solltest Du darüber nachdenken, die anderen, kleineren drei dazu zu setzen. Ich kann Dir leider keinen Rat geben, was die Fütterung angeht, da ich die meisten meiner Grundeln in Artenbecken halte und die, die im Gesellschaftsbecken sitzen, haben keine schnelle Futterkonkurrenz. Sie lernen zwar mit der Zeit, etwas schneller beim Futter zu sein, allerdings denke ich, es kommt auch etwas auf die Beckenhöhe an. Bei einer 50er Höhe hat eine Grundel das Nachsehen, denn sie sind halt nicht die schnellsten Schwimmer.

Du kannst die ruhig alle zusammen setzen, denn untereinander sind sie recht friedlich. Zumindest habe ich bei den Nordtaiwandern bisher noch keine solche Klöpperei erlebt wie bei den anderen R. rubromaculatus. Auch die Kleinsten kommen da gut zu ihrem Recht. Strukturiere halt den Boden so, daß sie sich notfalls visuell aus dem Weg gehen können, dann funktioniert das bestimmt.

Aber daran kannst Du sehen, daß es tatsächlich aufs Futter ankommt, ob sie gut wachsen. Du solltest da möglichst bald etwas unternehmen.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #11
Hi Jutta,

insgesamt sind es 6 der kleineren, 4 sind alleine mit zwei Sewellia-Weibchen auf
50x30x30 cm, 2 sind in einem 60x30x30 cm und die großen (hab gerade nachgemessen,
leicht verschätzt: die großen sind 4,5-5 cm, die kleinen so 3,5 cm) in einem Becken
mit den Maßen 80x45x35 cm (LxBxH). Ich denke dann setze ich gleich erstmal die
4 aus dem kleinen Becken zu den großen und hole dort alle Bärblinge raus, damit
die Futterkonkurenz weg ist und die Rasbora nicht vollends verfetten. Ansonsten
sind dort nur noch 3 Garra cambodgiensis und 6 kleine Gastromyzon drin. Die
sind aber keine Konkurenz.

Danke für deine Hinweise!



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #12
Hi zusammen,

auf Juttas anraten habe ich ja vor einigen Tage alle Rhinogobius rubromaculatus
("Nordtaiwan") zusammen gesetzt, 2 größere und 6 kleinere Tiere. Die größeren
sind mit etwa 47 mm deutlich größere und vor allem kräftiger als die kleinen, welche
(noch?) 35-37 mm groß sind. Am ersten Tag wurden die kleineren noch gezielt verjagd,
mittlerweile ist aber alles im grünen Bereich, nun sieht man - nach so kurzer Zeit - ohne
Beifische und bei guter Fütterung auch schon bei den kleineren teilweise deutlich
die Artzugehörigkeit, siehe oberes Bild (kl. Männchen).
Leider scheint nur ein Weibchen dabei zu sein, bei welchem man deutlich die Eireifung
beobachten kann! (s. Foto).




Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #13
Hi Tobi,

lass Dich nicht täuschen. Bei dieser Art können die Weibchen genauso viel Farbe zeigen wie die Männchen und ohne Laichansatz hast Du da ganz schlechte Karten. Warte einfach mal ab, bis alle erwachsen sind, dann wird sich dass noch herauskristallisieren.

Freut mich aber, daß jetzt alles gut klappt. So im Artenbecken kommen sie sehr viel besser zur Geltung, oder?
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #14
Hi Jutta,

ja du hast wahrscheinlich recht, mal abwarten. Zumindest das eine
ist sicher! ;-)
Die 3 Garra cambodgiensis und die 6 Gastromyzon sind immer noch
im Becken, aber auch die Flossensauger kommen besser zur Geltung,
definitiv.
Ich werde dann zu gegebener Zeit nochmal berichten...


Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #15
Hi Jutta,

mal ein kurzer Zwischenbericht: Obwohl ja erst 2 Wochen vergangen sind, sind
die kleineren sechs Grundeln schon deutlich gewachsen, von größtenteils 37 mm
auf immerhin 40 mm. Der Laichansatz des wahrscheinlich einzigen Weibchens hat
sich ebenfalls gut weiterentwickelt, seit eben sitzt Madame mit dem Chef des Beckens
in seinem "Appartement". EDIT: Während ich das schreibe, sitzen sie auf einmal
wieder getrennt voneinander außerhalb der Höhle, seltsam.

Naja trotzdem meine Fragen, in diesem Thread http://das-grundelforum.de/zucht/erfahrungen_bei_der_aufzucht_232.0.html
schreibst du von der Aufzucht mit entkapselten Artemianauplien (woher beziehst du
diese?), lassen sich diese direkt nach dem verbrauchen des Dottersacks verfüttern?
Nach wieviel Tagen entnimmst du denn bei dieser Art den Eiablagestein?



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #16
Hi Tobi,

vermutlich wirst Du mit den ersten zwei bis drei Gelegen noch nicht viel Glück haben, aber versuchen kannst Du es durchaus. Sie brauchen immer ein paar Anläufe zum Üben, bevor das mit dem Anheften der Eier und dem Befruchten richtig klappt. Ich nehme ihnen den Stein nach ca. 8 Tagen weg. Du musst nur aufpassen, wenn das Weibchen in die Höhle geht, kann es bis zu drei Tagen dauern, bis sie laichen. Erst, wenn die Kleene wieder rank und schlank zum Vorschein kommt, darfst Du anfangen zu zählen.

Die dekapsulierten Artemiazysten kannst Du erst füttern, wenn die Zwerge gut unterwegs sind und spielen. Vorher nehmen die die nicht wahr, weil sie sich nicht bewegen. Ab dem dritten Tag, auch wenn noch ein Dottersack vorhanden ist, solltest Du langsam mit Artemianauplien (also lebenden Nauplien) beginnen und frühestens nach zwei Wochen klappt das mit den Zysten. Die muss man vor dem Verfüttern mindestens 20 Minuten einweichen, weil sie sonst im Bauch der Zwerge quellen und sie zum Platzen bringen können.

Freut mich aber, zu lesen, daß sie nun wachsen ;-) Ich hatte heute Besuch und hab mir meine deswegen mal wieder etwas genauer betrachtet. Sie sind ausgewachsen wirklich ein paar Schönheiten.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #17
Hi Jutta,

ja ich meinte natürlich nicht entkapselte Nauplien! ;-) Scheint also, als käme ich um
den Ansatz von Artemia nicht herum... Ist doch was anderen als bei Corydoras, da kam
ich von Anfang an mit entkapselten Artemiaeier gut zurecht.
Danke für die weiteren Infos, ich bin sehr gespannt!

Also die ausgewachsenen (bei mir Männchen) sind wirklich ausgesprochen schön,
die Farben und die Musterung stechen einem sofort ins Auge. Die Färbung ist ja
recht ähnlich zu R. zhoui finde ich.



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #18
Hallo Leute,

also die bisher kleineren Grundeln entwickeln sich super und haben jetz
nach knapp zwei Monaten statt 35-37 mm schon 42-44 mm. Wie Jutta schon
vermutete, habe ich mich bei den Geschlechtern täuschen lassen und jetzt
von 9 Tieren 4 Weibchen, statt wie gedacht nur einem. Das dominante Männchen
hat nun zum zweiten Mal mit einem (nun anderen) Weibchen abgelaicht, das
zweitstärkste Männchen habe ich mal versuchshalber mit einem recht kräftigen
Weibchen in einem 54er Becken separiert (gestern). Heute wurde dann schon
kräftig gegraben und gebalzt, siehe Fotos. Wirklich schöne Grundeln! ;-)



Grüße Tobi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #19
Glückwunsch, Tobi! Die haben sich prächtig entwickelt. Ich wünsch Dir viel Erfolg bei der Aufzucht ;-)
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #20
Meine haben sich mittlerweile auch gut entwickelt, die Männchen sind auch schon am Buddeln! Leider habe ich ein ungünstiges Geschlechter-Verhältnis von 4,1.

[smg id=294]

[smg id=367]

Gruß Andi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #21
Andi, dem können wir abhelfen. Ich hab Nachzuchten hier sitzen, die jetzt gute 2 cm groß sind und prima entwickelt. Wenn Du willst, kann ich schauen, ob ich da schon ein paar Weibchen identifizieren kann.
LG Jutta

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Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #22
Hallo,

ich habe nun zwei Gelege in ein Extrabecken überführt, die etwa 7 Tage alt sind.
Ist es wichtig, dass die Gelege kopfüber hängend sind, wie vorher mit dem
pflegenden Männchen? Wie stark sollte außerdem die Belüftung sein? Bei mir
hängt der Ausströmer nun je 3 cm entfernt von den Gelege, so dass sie sich
nur ganz leicht in der Strömung bewegen...


Grüße Tobi

EDIT: Hab die Gelege schonmal sicherheitshalber umgedreht.

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #23
Mein letztes Weibchen ist heute verstorben. Und ein Männchen ist nicht zum Fressen erschienen und siehe da...

[smg id=383]
Die Eier sind relativ groß. Jutta ist die Färbung normal?

Gruß Andi

Re: Mir unbekannte Rhinogobius sp.

Antwort #24
Tobi, für den sicheren Schlupf ist es schon besser, wenn die Eier kopfüber hängen. Ansonsten kommt es manchmal zu Schwierigkeiten.

Um das Verpilzen zu vermeiden, hilft 1g/l Salz und EIN Erlenzapfen. Nicht zu viele Erlenzapfen, sonst gibts Entwicklungsstörungen und Schlupfschwierigkeiten. Ich hab in den letzten Wochen wieder extreme Probleme mit den Gelegen gehabt. Liegt auch daran, daß meine Bande bevorzugt diese Tonuntersetzer für Blumentöpfe benutzt und man da schlecht mit Strömung rankommt. Ich habe mir jetzt bei Conrad Mini-Zimmerbrunnenpumpen besorgt, die machen 200l/h. An die hintere Wand gebabscht, den Untersetzer mit dem Gelege auf Wäscheklammern aufgebockt und die Strömung so ausgerichtet, daß sie knapp unter dem Rand entlangstreicht. So werden die Eier ständig bewegt. Das funktioniert.

@Andi
meine sterben momentan auch wie die Fliegen. Ich weiß gar nicht, was da los ist.... ich hab zum Glück schon genügend halbwüchsigen Nachwuchs, denn ich denke, ich hab jetzt auch nur noch zwei ausgewachsene Männchen.

Ja, die Färbung ist ok. Denk an Salz und Erlenzapfen. Die Gelege sind sehr empfindlich.
LG Jutta

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