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Thema: Rhinogobius rubromaculatus (China) (19771-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #50
Sehr gut, Veronika :-) Dann bist Du ja wieder im Bilde. Bis zum 06.11. ist die nächste Truppe bereit :-)
LG Jutta

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Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #51
Hier haben zwei auch Juttas Geburtstag verpaßt ("Wie der Herr , so ...") und wollen noch ein Ständchen bringen ...







Hallo zusammen ... ich bin auch stolzer Besitzer von Juttas Nachzuchten (jetzt 5 1/2 Monate alt - 2 1/2 Monate bei mir) .
Unglaubliche Tiere - und was jetzt - außer Fressen - die Tagesordnung angeht , zeigen die Fotos ...

Und das kommt dabei raus :





Also definitiv geschlechtsreif mir 5 1/2 Monaten ... die Larven paddelten überraschend im Elternbecken rum  :love:

Gruß Chris

Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #52
Wow, Chris! Das ging ja mal flott! Aber die Kleinen sind furchtbar dünn und mindestens schon 1,5 Wochen alt. Da musst Du aber ganz fix was zufüttern, was sie fressen können.

Aber eine tolle Überraschung. Ich hab ja ein Weibchen zurückbehalten, die ist jetzt so um die 4 cm. Aber die wird noch nicht angebaggert. Haste gut gemacht!
LG Jutta

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Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #53
Herzlichen Glückwunsch, Chris!  :supi:

Meine haben bisher keinen Nachwuchs, aber sie leben auch noch im 'Kinderzimmer' (25 Liter) und sollen bald umziehen (54 Liter) - vielleicht wird es dann ja auch etwas...
Viele Grüße

von Kalanella

Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #54
Moin,

ich habe aus Zeitgründen ja nun erstmal verzichtet, ich kann im Moment einfach nicht gezielt nachzüchten. Bei mir wären das dann eher Zufallszuchten im Elternbecken zum Erhalt des eigenen Bestandes, das wäre bei der bisher so geringen Anzahl an Tieren aber zu schade drum.

Wie dem auch sei, trotzdem würde ich mich gerne an der Diskussion beteiligen.

Zwei Punkte scheinen mir bei den Rubromaculatus eine Schlüsselrolle zu spielen:
1. Futter
2. Laichverpilzung

Futter deshalb, weil sie wählerisch zu sein scheinen und nicht ohne weiteres an Trockenfutter gehen. Jutta erwähnt aber z.B. dekapsulierte Artemia...
Eine Akzeptanz von Trockenfutter wäre deshalb sinnvoll, weil es die Pflege - gerade bei gelegentlicher Abwesenheit - doch sehr vereinfacht und letztendlich durch die stete Verfügbar von Trockenfutter auch Erfolg garantieren kann. Denn täglich Lebendfutter haben eher wenige Leute zur Verfügung, und täglich Frostfutter ist auf Dauer auch ein vergleichsweise (zu Trockenfutter) hoher Aufwand. Trotzdem soll natürlich Lebend- und Frostfutter so oft wie möglich gegeben werden ;)
Welche Trockenfuttersorten gehen denn noch außer dekapsulierten Artemien? Hat schon jemand Erfahrungen gesammelt? Ich denke da z.B. an gefriergetrocknete Cyclopeeze für die Jungtiere, die älteren nehmen sicher auch wesentlich größere gefriergetrocknete Futtertiere (sofern diese untergehen) und eventuell ja auch das ein oder andere Granulat?

Der zweite - zunächst wie ich finde wichtigere - Punkt bezieht sich auf das von Jutta im bisherigen Beitrag angesprochene Verpilzungsproblem, wenn man die Eier vom brutpflegenden (und -fressenden) Männchen separiert. Auch bei anderen Arten passiert das, gerade bei den Welsen ist die Verpilzung oft ein Problem, insbesondere bei fehlender Brutpflege. Von den präventiv angewendeten Mitteln wie Fungol, FungiStop, Mycopur, Erlenzapfenextrakt, Methylenblau, UV-Klärern und was es sonst noch so gibt spreche ich jetzt mal nicht.
Es geht mir eher um eine gute Umspülung der Eier und ein gutes Wasser, sprich kein stehendes, abgestandenes Wasser in einem zu kleinen Aufzuchtbecken.
Um hier erfolgreich zu sein, wäre eventuell ein Inkubator sinnvoll, wie er z.B. von Gerd Arndt angeboten wird:
http://www.aquarienbastelei.de/Inkubatoren.htm
In der folgenden Aufzucht der Larven bis zu einer gewissen Größe dann eventuell ein Einhängekasten aus gleichem Hause.
Der Inkubator würde natürlich voraussetzen, daß man die Eier vom Substrat (sprich Stein) trennt, ich weiß nicht ob das bei den Grundeln problematisch ist.
Letztendlich wäre dann noch zu klären, ob man zur Aufzucht der Eier und Larven dann grundsätzlich das Wasser aus dem Elternbecken nimmt, oder ob man die Eier in aufgesalztes Osmose-/VE-Wasser gibt, um den Keimdruck zu reduzieren... alles mögliche Wege, um die Laichverpilzung zu umgehen.
Jutta, bist Du da schon weitergekommen?

Zu guter Letzt: die Tiere scheinen ja beim Wasser nicht allzu wählerisch zu sein, außer daß sie es laut Jutta nicht unter 24° mögen... gibts sonst noch was? Und lässt sich ihre Laichaktivität irgendwie stimulieren, beispielsweise durch häufige Wasserwechsel (eventuell mit kühlem, weichem Wasser)?

Ich selbst werde es dann erstmal mit - sofern ich noch welche bekomme - den"grauen" Rubromaculatus probieren und mal schauen, wie weit ich komme...

Grüße,
Bernhard

Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #55
Seit zwei Wochen wimmelt es im Elternbecken der roten R. rubromaculatus von Jungtieren aller möglichen Altersstufen. Es bleiben offenbar von jedem Gelege einige am Leben und entwickeln sich prächtig. Ich bin mal gespannt, wieviele Tiere ich da am Ende drin sitzen habe.

Die Kleine, die ich vom ersten Gelege zurück behalten habe, laicht wohl auch schon fleissig mit ab.

Schon etwas älter, aber unterschiedlich alt...

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Die jüngsten, ca. 4 Tage...

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LG Jutta

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Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #56
Inzwischen ist das Elternbecken wegen Überfüllung geschlossen :-) Ich bin aber sehr erstaunt, wie gut sich die Kinder dort entwickeln. Vielleicht liegt es daran, daß die jetzt mehr Übung haben? Ich weiß es nicht. Jedenfalls zeigen die Zwerge sehr viel mehr Farbe als die ersten in dem Alter.

Guckt sie euch an. Der hier ist schon 2,5 cm

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und das hier ist ein Teil der Truppe

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LG Jutta

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Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #57
Hallo zusammen -

Mann o Mann ... von einer harmonischen und friedlichen Vor-Weihnachtszeit halten die R. rubromaculatus nicht allzuviel oder ?

Ich war an nem anderen Becken beschäftigt und seh aus´m Augenwinkel nur noch Mulm -Wolken in ihrem Becken aufsteigen ... hingestürzt und seh daß sich 2 Macker aber so richtig in der Wolle haben .
Paulerei und ein bissl Geschubse gab´s immer wieder mal , wenn zufällig beide von den 2 Großen nicht unter einem Stein hocken ... aber das heute : die 2 hatten sich völligst ineinander verbissen - ließen nicht mehr locker und haben sich gegenseitig rumgeworfen . Dann gings unter eine schräge Platte und ich konnte außer Mulmwolken erstmal nix mehr sehen . Nach 3-4 Minuten ist es mir zu bunt geworden und ich hab den Stein raus ... die 2 haben sich null stören lassen im Gegenteil . Ich konnte beide in die Hand nehmen , der mit dem Maul oben hat nicht mehr losgelassen - was tun ? Ich kann sie ja nicht mit Gewalt auseinander ziehen ? Die rettende Idee war dann ne Einwegspritze von nem Wassertest ... aufgezogen und den beiden den Wasserrahl auf die Köppe geblasen ... das hat sie erstmal getrennt . Rund 10 Sekunden und der eigentlich unterlegene geht wieder auf Attacke - wieder wilde Beißerei in die Flanken und letztendlich wieder die Kopfbeißerei (mit der selben "Rangfolge") . Wieder mit der Spritze getrennt und den einen mit 2 großen Käschern in einer Ecke isoliert . Da wollt ich die beiden erst mal zu Ruhe kommen lassen.
10 Minuten abgewartet . Hat aber rein gar nix gebracht , die sind sofort wieder aufeinander los . Ich hatte durch Zufall ein Mini-Becken vorbereitet , in das ich eigentlich Nachwuchs separieren wollte ... da hab ich den einen Krawallbruder jetzt erstmal ins Exil geschickt .
Wie sind denn eure Erfahrungen - ich fürchte ein späteres zurücksetzen wird wohl auch nicht mehr gutgehen ? Natürlich bei meinem chronischen Platzmangel nicht wirklich toll ...
Kommt die gesteigerte Aggressivität durch den geringeren Platz und damit verbundenen Streß im Becken durch verschiedene Nachwuchsgenerationen (außer den 6 ausgewachsenen 2/4 o. 3/3 - Grundfläche 80 x 24 cm ) oder normales Verhalten bei den R. rubromaculatus ? Ging ja jetzt eine ganze Weile gut in dem Becken ...



Das Foto sieht ja eigentlich harmlos aus , aber da gings schon gut zur Sache - der (hier auch) unterlegene hat ordentlich Blessuren mitgenommen von dieser Boxerei ...

Gruß Chris

Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #58
Hi Chris,

hattest Du einem der Jungs nen Stein abgenommen? Bei mir kommt es immer nur dann zu solchen Kämpfen, wenn einer der Jungs unsanft unter einem Gelege weggeschubst wird. Du hst allerdings Recht: wenn Du ihn zurück setzt, gehts wieder los. Das müssen die Beiden jetzt austragen. Es ist einfach noch nicht ganz raus, wer nun die Oberhand hat.

Es gibt zwei Möglichkeiten: lass sie es austragen und verarzte anschliessend die Blessuren beim Verlierer... oder halt sie getrennt. Es kommt manchmal vor, wenn zwei beinahe gleich stark sind.... Augen zu und durch, anders wirds nicht gehen.

P.S.: Die haben sich inzwischen aber wirklich toll gemacht....
LG Jutta

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Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #59
Hi Jutta - da hattest du mich ja vorgewarnt , daß sie so reagieren , wenn man ihnen ´nen Stein wegnimmt . Aber hier hab ich gut ne Woche gar nix gemacht ... kam aus heiterem Himmel .  Ich bin morgen nicht da , kann sie also nicht im Auge behalten und notfalls einschreiten - deswegen werd ihn erst am Samstag zurück setzen und schauen was passiert .

Gruß Chris

Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #60
Chris, was machen eigentlich Deine Krawallbrüder? Haben die alles ausgestanden inzwischen oder hälst Du sie weiter getrennt?
LG Jutta

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Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #61
Ich hab sie am Wochenende drauf wieder zusammengesetzt , da konnt ich sie ja im Auge behalten .
Als hätten die 2 nur drauf gewartet , ging´s gleich wieder richtg los . Ich hab gedacht da bleibt einer auf der Strecke , wobei die "Gefechte" diesmal noch ausgeglichener waren .
Beide haben nicht wirklich gut ausgesehen , aber am zwoten Tag war erst mal Ruhe ... und weil ihnen dann wohl langweilig war sind sie - was auch sonst - beide jeweils mit nem Mädel unter nem Stein verschwunden !  :daumen:

Ich muß also davon ausgehen , daß die zwei jederzeit wieder loslegen können ... Ich brings aber auch nicht übers Herz einen von den Jungs in "Einzelhaft" zu nehmen . Aber genauso wenig kann ich noch ein gemischtes Becken aufstellen ... Gegen die Sippe sind Karnickel ja Klosterschüler !

Ich hab jetzt erstmal angefangen , die im Elternbecken geschlüpften und aufgewachsenen Jungtiere rauszufangen und nach Größen sortiert aufzuziehen , damit es insgesamt im Becken ruhiger und übersichtlicher wird ...
Die Hooligans müssen das unter sich ausmachen, für 2 aktive Jungs müßte die Grundfläche eigentlich ausreichen ... denk ich . Gegen die diversen Blessuren hab ich Erlenzapfen ins Becken gegeben - hatte bisher eigentlich den Eindruck , daß sie ganz gutes "Heilfleisch" haben .

Gruß Chris

Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #62


Ich muß also davon ausgehen , daß die zwei jederzeit wieder loslegen können ... Ich brings aber auch nicht übers Herz einen von den Jungs in "Einzelhaft" zu nehmen . Aber genauso wenig kann ich noch ein gemischtes Becken aufstellen ... Gegen die Sippe sind Karnickel ja Klosterschüler !

:groel: Jaaaa, ich weiß, was Du meinst  :D Aber man kann die Flut durchaus eindämmen, wenns zuviele werden, Chris. Stein klauen, neuen auf die Birne legen und die Eier abspülen.


Die Hooligans müssen das unter sich ausmachen, für 2 aktive Jungs müßte die Grundfläche eigentlich ausreichen ... denk ich . Gegen die diversen Blessuren hab ich Erlenzapfen ins Becken gegeben - hatte bisher eigentlich den Eindruck , daß sie ganz gutes "Heilfleisch" haben .

Ja, im großen und ganzen heilt das ganz gut. Nur im Maul gibts manchmal blöde Verletzungen, die dann verpilzen. Musst Du ein bisschen ein Auge drauf haben.

Aber es ist anscheinend wirklich so, daß sie ungefähr gleich stark sind und deswegen der Krawall immer wieder losgeht.
LG Jutta

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Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #63
Hi,

also bei meinen R. rubromaculatus (Nordtaiwan allerdings) ist es mittlerweile so, dass das
dominante Männchen der Gruppe (5/4) durch seine Brutpflegeaktivitäten und damit deutlich
weniger Nahrungsaufnahme, sichtbar kleiner und leichter ist als die anderen Männchen. Nun bin
ich gespannt, ob es da in Zukunft Verschiebungen in der Rangfolge gibt, und bald ein anderes
Männchen brütet.
Noch ist durch seine Färbung und sein aggressives Verhalten absolut klar, wer der Chef im Becken
ist...


Grüße Tobi

Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #64
Hallo,

wo liegt denn die Lebenserwartung bei diesen Tieren?

Gruß Marten

Re: Rhinogobius rubromaculatus (China)

Antwort #65
Moin Marten,

bei ca. 2,5 - 3 Jahren. Maximal.
LG Jutta

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