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Thema: Vergesellschaftung von Grundeln (1385-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Vergesellschaftung von Grundeln

Hallo alle miteinander, ich bin gerade neu hier im Forum
und wollte gleich zu anfang mal ein Paar fragen stellen:

Ich habe vor ein Sulawesi-Becken einzurichten (112 l)
mit Halbschnäblern der Gattung Nomorhamphus
und einer "Sulawesi-Grundelart".Die Strömung im
Becken ist zwar recht ordentlich,aber nur in oberflächennähe
und Grundeln sind ja eher Bodenorientiert.Zweitestens müsste
die Grundel eine Art sein die mit den anderen Fischies zurechtkommt
und vielleicht auch öfter im handel vorkommt.Schläfergrundeln sind dem ganzen
übriegens mit einbezogen.

Danke im vorraus

Re: Vergesellschaftung von Grundeln

Antwort #1
Servus,

ich habe nur Erfahrung mit Dermogenys, die ich damals auch mit kleinen Grundeln vergesellschaftet hatte. Hat gut funkioniert. Für Nomorhamphus-Arten scheint mir ein 80-cm-Becken eher an der unteren Grenze zu sein, die Männchen kloppen sich doch ziemlich!

Andi (Mogurnda) kann da bestimmt mehr dazu sagen, er kennt sich mit Halbschnäblern ziemlich gut aus.

Re: Vergesellschaftung von Grundeln

Antwort #2
Hi gunnar, danke für die schnelle antwort.
Zu den 80cm Beckenlänge: Natürlich ist die
größe für eine größere gruppe Nomorhamphus
nicht ideal, ich habe aber auch nicht vor mehrere
Männchen zu halten,sondern eine dreiergruppe von 1.2.
Bei mehr männchen würden die Weibchen sonst total entnervt sein
(ich kann ja nich 2 männer und dmit das ausgeglichen ist 4 Weiber in ner 112 l Sardinendose einpfärchen  :ohman:)

 

Re: Vergesellschaftung von Grundeln

Antwort #3
Hallo,

ein 80-er Becken für Nomorhamphus ist schon recht eng, da würde ich die kleineren Arten wie N.rex oder N.liemi nehmen, für N.ebrardtii würde ich schon 1m oder besser zu 1,2m raten. Aber es ist immer schwer pauschale und gleichzeitig richtige Tipps zu geben. Kann wunderbar funktionieren oder auch in einer Katastrophe enden. Auch Halbschnäbler können unterschiedliche Charaktere  haben. Manche Männchen sind so triebgesteuert das sie die Weibchen 100 mal am Tag auf Paarungsbereitschaft prüfen und die Weibchen total annerven, wieder Andere sind total entspannt. Manchmal sind es auch die Weibchen die total aggressiv sind und die Männchen durchs Becken jagen, deshalb ist es immer von Vorteil viel Platz im Becken zu haben und genügend Sichtschutz bzw. Verstecke!

Passende Sulawesi-Grundeln zu bekommen ist auch ein Problem, die meisten Arten die mal im Handel auftauchen, sind Mugilogobius rexi, M.adeia, M.hitam oder M.sarasinorum. Allesamt Seenbewohner und mögen es mollig warm (Ab 26° C). Die meisten Nomorhamphus mögen eher Temperaturen unter 26 °C (Flussbewohner). Erwachsenen M.sarasinorum würden die Halbschnäbler wahrscheinlich als Beute ansehen, oder sich zumindest als Flossenbeisser unbeliebt machen. Alle Schläfergrundeln aus Sulawesi würden auf Halbschnäbler jagd machen, wie Gattung Butis, Giuris oder Ophiocara!

Ein echtes Sulawesi-Becken wird also schwierig....

Am ehesten würden Flussbewohner passen wie Rhinogobius (China, Vietnam oder Taiwan) oder Glossogobius (Westpapua)!

Andi

Re: Vergesellschaftung von Grundeln

Antwort #4
Nur als Info....

Wunderbar passen würde Redigobius penango aber leider wurden die noch nicht importiert!



Auch meiner nächsten Sulawesi-Tour kann ich hoffentlich welche von denen mitbringen....