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Thema: Bitte um Rat... Wüstengrundel leider eingegangen –unklare Ursache... (3074-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Bitte um Rat... Wüstengrundel leider eingegangen –unklare Ursache...

Hallo liebe Experten hier im Forum,
ich bin neu hier und Anfängerin in der Aquaristik, aber schon ganz hin und weg von diesem schönen Hobby.
Leider sind wir gerade ganz verzweifelt:
Unser Wüstengrundel-Weibchen ist heute nacht verstorben und wir sind völlig ratlos, woran das liegen könnte. Jetzt machen wir uns natürlich große Sorgen um das Männchen, das aber sehr fidel erscheint.

Ich beginne von vorne:
Wir haben unser 70-l-Aquarium (60cm lang / 40cm hoch) seit 5 Wochen, seit 2,5 Wochen leben darin 3 Rennschnecken und ein Grundel-Pärchen. Die Wasserwerte haben wir nach 14 Tagen im Zoofachgeschäft nochmals prüfen lassen (die normalen Teststäbchen benutzten wir selbst häufig, aber vor dem Einsetzen der Grundeln wurde noch Kupfer geprüft.)

Die Grundeln waren sehr lebendig, allerdings von Anfang an nicht besonders wild auf Futter (wir haben Frostfutter (Artemien, Mückenlarven) und Trockenfutter (letzteres wollten sie kaum). Im Moment warten wir auf unsere ersten Artemia-Nauplien aus der Hobby-Schale.

Am 26. Februar entedeckten wir unter einer Schieferplatte ein kleines Gelege. (Vorher wunderten wir uns schon über das merkwürdige Verhalten und nach ausführlicher Internetrecherche rechnete ich schon mit einem Gelege;- )) Große Freude, besonders bei unserem Sohn!

Vom 29. bis zum 5.2. waren wir leider nicht zuhause und haben einen Nachbarn beauftragt, täglich nach Pumpe, Temperatur und Grundeln zu sehen. Ich las, dass es für 7 Tage durchaus ok ist, nicht zu füttern. Am 28.1. machten wir noch einen Wasserwechsel (50%), der zweite Wasserwechsel seit Einzug der Grundeln). Kurz vor unserer Abreise fütterten wir noch Frostfutter Artemien (etwas mehr als sonst, 1 Würfel (evtl. war das der Fehler??). Am Mittwoch (2.2.) schickte unser Nachbar ein Video, auf dem man das Weibchen auf dem Rücken liegen sah! Wir waren alarmiert, konnten ja aber nicth wirklich etwas tun. Männchen sass fit in der Bruthöhle, schwamm auch mal durchs Becken. Eine Stunde später kam aber eine Entwarnung, das Weibchen schwämme wieder herum.

Am Samstag kamen wir zurück (5.2.). Es schien soweit alles in Ordnung, Wasserwerte waren gut, kein Nitrit, kein Nitrat, kein Chlor, der PH-Wert vielleicht etwas niedrig für die Grundeln (ca. 7). Wir haben gleich einen Wasserwechsel durchgeführt. Das Weibchen wirkte aber etwas matt. Die Eier sind noch da, aber m.E. kaum gewachsen (vielleicht normal? Sind ca 3 mm groß...) Das Männchen sitzt auch jetzt deutlich seltener in der Bruthöhle als in den Tagen vor unserer Abreise. Zeitweise schien es mir als würde das Weibchen "schwer atmen" bzw. sehr schnell. An Futter waren beide auch nach der Fastenwoche nur mäßig interessiert.

Heute morgen (Montag, 7,2,) lag das Weibchen tot auf dem Boden.

Woran kann das nur liegen? Ist der PH Wert zu niedrig? (wir haben beim Wasserwechsel auf Anraten des Zoogeschäfts immer ca. 15 l destilliertes Wasser zugegeben, weil unter Wasser sehr hart ist und er PH wert anfangs bei ca. 8 lag, wir aber noch 2 Honigguramis dazusetzen wollten (noch nicht geschehen wegen dem Gelege). Diese aber einen niedrigeren PH Wert brauchen.

Könnte Ammoniak im Wasser sein? Dies zeigt unser Teststreifen nicht an, nur Nitrit/Nitrat, das müßte bei zu hohem Ammonika Wert dann aber auch hoch gehen oder??
Und dann müßte es dem Männchen ja auch schlechter gehen?

Oder könnte es eine bakterielle Infektion gewesen sein? Das Weibchen sieht ganz normal aus, keine Glotzaugen, keine Pünktchen, keine abstehenden Flossen, nichts auffälliges.

Was können wir jetzt tun, um das Männchen und das Gelege zu schützen?

Ich würde mich über eine schnelle Antwort sehr, sehr freuen!

Vielen lieben Dank im Voraus,

Christine