AutorThema: Mastacembelus erythrotaenia frisst nicht  (Gelesen 107 mal)

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Offline Xeno

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Mastacembelus erythrotaenia frisst nicht
« am: 13. April 2018, 22:01:15 »
Hey,
am Donnerstag letzter Woche zog ein ca. 23cm großer Erythrotaenia Wildfang bei mir ein.
Es ist nicht der erste WF Mastacembelus, jedoch blieb die hier vorhandene Problematik bei den anderen Tieren aus.
Das Tierchen akzeptiert kein Futter.
Frostfutter und Stinte werden links liegen gelassen, auch lebende Tauwürmer sind nicht interessant für ihn.
Jetzt ist die Frage:
Abwarten und das Tier sich weiter einleben lassen oder eine Kur gegen Parasiten starten, da dies der Grund sein könnte und es bei einem WF natürlich nicht auszuschließen ist?
MfG,
David

Offline Ferrika

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Re: Mastacembelus erythrotaenia frisst nicht
« Antwort #1 am: 14. April 2018, 07:05:29 »
Moin David,

nein, nicht abwarten. Wie weich/hart ist denn das Wasser? Meine Bande hat damals die Nahrungsaufnahme eingestellt, als sie in viel zu weichem und vor allem eisenfreiem Wasser gesessen haben. Feuerstachelaale brauchen steinhartes Wasser.
Ich hoffe, Dein Becken hat die richtigen Ausmaße und Du wirst das Kerlchen nicht allein lassen. 300 x 100 x 100 cm ist benötigt, um einen ausgwachsenen Feuerstachelaal zu halten, da gerade diese Spezies sehr schwimmfreudig ist. Ansonsten sind sie tolle Tiere, die aber, meiner Meinung nach, nichts in der Aquaristik zu suchen haben.
LG Jutta

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Offline Xeno

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Re: Mastacembelus erythrotaenia frisst nicht
« Antwort #2 am: 14. April 2018, 10:30:07 »
Hey Jutta,
Da hab ich keine Ahnung, ich benutze für alle Becken einfach das Leitungswasser.
Sollte neutral bis weich sein.
Was ich konkret tun könnte, wäre das Tier in Brackwasser setzen, ein freies Becken habe ich noch, da könnte man langsam aufsalzen.
Kommt mir doch alles recht spanisch vor, ich habe ja noch WF Dayi und Pantherinus hier, alles kein Thema.
Auch der Armatus favus frisst und gedeiht.
Na da hat man ja glücklicherweise recht viel Zeit für.
Im Sinne von einigen Jahren.
Dass 300x100 Fläche nötig sind, würde ich mit der Erfahrung der anderen Mastacembelus nicht sagen, aber man wird es sehen, vergrößert wird immer nach Bauchgefühl und finanziellen Mitteln.
MfG,
David

Offline Ferrika

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Re: Mastacembelus erythrotaenia frisst nicht
« Antwort #3 am: 15. April 2018, 07:59:05 »
Moin David,

Deine Erfahrungen mit den anderen Stachelaalen darfst Du bei den erythrotaenia getrost in die Tonne kloppen. Wie ich bereits weiter oben schrieb, sind sie die Einzigen, die sehr schwimmfreudig sind. Und DAS kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Genauso, wie das Problem mit dem weichen Wasser. Ich hab damals eine halb verhungerte 5er Gruppe bekommen, von denen einer bereits so abgemagert war, dass er sich nicht mehr aufrichten konnte. Ich hab die Gruppe bei mir in 21° hartes Wasser gesetzt und zwei Stunden später haben die reingehauen, als gäbe es kein Morgen mehr. Sie saßen vorher in viel zu weichem Wasser.

Die M. erythrotaenia unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von anderen Stachelaalen. Angefangen bei der ausgeprägten Farbgebung, die Du bei keiner anderen Spezies findest, darüber, dass sie ihren Laich in Schaumnestern ablegen und sich in knochenhartem bzw. Brackwasser wohlfühlen.

Wenn Du das nicht glaubst, lass ihn in dem weichen Wasser und er wird verhungern.

Und bitte, sorg dafür, dass er Gesellschaft bekommt. Arteigene!

Hier Bilder von vorher, nachher

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LG Jutta

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Offline Xeno

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Re: Mastacembelus erythrotaenia frisst nicht
« Antwort #4 am: 15. April 2018, 15:47:59 »
Hey,
Brackwasser ist ja machbar.
Jedoch ist die Frage, was für ein Salzgehalt vertragen wird.
Bei den Muränen hab' ich ja einen Armatus favus bei 10g Salz auf Netto-/ ~12g Bruttoinhalt.
Diese Seite ist sehr informativ, jedoch wird die Toleranzgrenze des Erythrotaenia dort SEHR niedrig angesetzt:
http://thebrackishtank.tumblr.com/post/96573705992/fire-eel-genus-mastacembelus-species-m
Wobei auch Armatus favus dort mit einer niedigeren Toleranz angegeben wird, als was mein Tierchen unten gerade toleriert (fast schon eine Untertreibung, erst jetzt blüht er wirklich auf!)

Erythrotaenia gehört ja in den USA zu den am meisten gepflegtesten Stachelaalen, die meisten leben in einfachen 0815 Gesellschaftsbecken ohne auch nur einen Hauch Salz im Becken.
Was jedoch ein bekanntes Problem ist, dass beim Kauf größere Tiere (sprich 15cm+) oft Futterverweigerer sind.
MfG,
David

Offline gunnar

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Re: Mastacembelus erythrotaenia frisst nicht
« Antwort #5 am: 15. April 2018, 18:34:33 »
Also vorweg, ich habe keine Ahnung von der Haltung von Stachelaalen und maße mir nicht an, dazu irgendwas zu sagen. Aber von Wasserchemie habe ich dann doch einigermaßen Ahnung.

"Hart" und "salzig" sind zwei Paar Stiefel. Das KANN miteinander korrelieren, aber selbstverständlich kann ich auch "weiches" Wasser brackig machen... und es ist dann immer noch "weich" im Sinne der gängigen Härtedefinition, die sich üblicherweise nach der Menge der gelösten Calcium- und Magnesium-Verbindungen bemisst. Nur der Leitwert im Sinne der Summe der gelösten Mineralien insgesamt ist dann eben erhöht.

Offline Ferrika

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Re: Mastacembelus erythrotaenia frisst nicht
« Antwort #6 am: 16. April 2018, 09:05:52 »
Danke, Gunnar!
LG Jutta

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