AutorThema: Goldringelgrundel  (Gelesen 8588 mal)

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Offline APHS

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Re: Goldringelgrundel
« Antwort #50 am: 30. Oktober 2016, 17:28:20 »
So, letztes Mal haben die Zwerge es leider nicht geschafft. Ich denke da gab es einige Faktoren.

Zwischendurch gab es noch mal Eier. Hatte leider keine Zeit sie aufzuziehen, so durfte sie der glückliche Papa behalten.

Jetzt gibt es wieder Eier. Die große Frage ist WO. Die Doofe hat sie hinter die Halterung des Filters geklebt. Ich habe leider keine Einsicht und so gibt es jetzt viele Fragezeichen. Den Filter werde ich nicht entfernen können, die Halterung schon.

Ich denke in der Hoffnung, dass er sie an die Halterung geklebt hat werde ich morgen das Becken wieder aufstellen. Pantoffeltieransatz steht schon da, mal schauen ob das was wird, sonst kaufe ich die wieder.

Also bräuchte ich mal ein paar Daumen.

Offline APHS

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Re: Goldringelgrundel
« Antwort #51 am: 07. November 2016, 15:32:00 »
Bisher läuft soweit alles. Die Heizung hat sich verabschiedet, aber ich habe es rechtzeitig gemerkt.

Artemia sollen ja so ab dem 7. Tag gefüttert werden?!

Eignet sich das Set hier:
http://m.dehner.de/zoo-aquaristik-aquarium-zubehoer-artemiazucht/JBL-Artemia-Fertigmischung-Fischfutter-200-ml-X003651775/?ac=-s-517

Dann würde ich das nämlich besorgen. Am Samstag sind sie eine Woche alt, wenn alles gut geht.

Danke schon mal! Wäre schön, wenn es dieses mal klappen würde...

Offline Ferrika

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Re: Goldringelgrundel
« Antwort #52 am: 07. November 2016, 17:57:38 »
Nimm bloss keine Fertigmischungen Artemia. Das Zeug ist regelmässig überaltert und Müll.

Besser eine Dose Artemia besorgen oder mal im Aquarianerkreis fragen, ob wer was aus einer Dose abzugeben hat. Sogar die Dosen von Sera sind besser als der Schrott von JBL. Und dann einfach mit Spülmaschinensalz ansetzen (24 g/l)
LG Jutta

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Offline APHS

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Re: Goldringelgrundel
« Antwort #53 am: 07. November 2016, 18:01:06 »
Oh je, dann höre ich mich mal um.

Danke, ich frage vielleicht auch einfach mal im Aquarienverein nach. Von einem Mitglied habe ich auch die Pantoffeltierchen. Vielleicht hat er ja auch Artemia.

Offline gunnar

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Re: Goldringelgrundel
« Antwort #54 am: 07. November 2016, 22:27:07 »
Die Artemia von Sera fand ich sogar sehr gut. Leider haben die kürzlich die 425-Gramm-Großgebinde aus dem Sortiment genommen und bringen nur noch die extrem teuren kleinen Dosen auf den Markt. Laut persönlicher Mitteilung von Sera von vor ca. 8 Wochen ist auch nicht geplant, die Großgebinde wieder mal anzubieten, auch wenn sie auf den Internetseiten von Sera noch stehen.

Ich nehme immer diese Artemia: http://www.aquakultur-genzel.de/product_info.php?info=p18_artemiaeier-95--schlupfrate.html bzw. wenn noch kleinere Nauplien gebraucht werden, dann diese: http://www.aquakultur-genzel.de/product_info.php?info=p16_artemia-cf--persimilis-98--schlupfrate.html

Kann ich beide empfehlen, sehr hohe Schlupfrate und kurze Inkubationszeit !


Offline Sini

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Re: Goldringelgrundel
« Antwort #55 am: 07. Dezember 2016, 12:42:03 »
Hallo

Ich hänge mich mal hier dran, weil ich durch diesen Thread schon einiges dazu lernen konnte.

Ich habe die Zwerge schon vor Jahren bei meinem Lieblings-Fischdealer bewundert, bin aber nach einer ersten Recherche im Netz sofort wieder von ihnen abgekommen. Da las ich, dass man Goldringelgrundeln in Brackwasser halten muß und dass sie nur Lebendfutter annehmen.

Beim vorletzten Besuch habe ich mich mit dem Händler noch mal über die Kleinen unterhalten und er berichtete mir, dass er seine Nachzuchten aus Süßwasser bezieht und sie bei ihm problemlos Frostfutter annehmen. Und habe ich mir vor ungefähr zwei Wochen den Wunsch erfüllt und mir eine kleine Truppe geholt.







Schätze ich richtig, dass es sich um bei meinen um Brachygobius doriae handelt?

Beim Händler lebten sie auf GH 8, bei mir wurden sie in Leitungswasser mit GH 3 umgesetzt. Offensichtlich fühlt sich die fünf Fischlein ganz wohl, denn am 04. konnte ich das beobachten:
https://www.youtube.com/watch?v=hHsnSW6kaDc

Als ich am 5. unter den Tontopf linste, fand ich über 200 Eier die da vom Männchen bewacht werden.


Außerdem fehlt ein Grundelmännchen, ich vermute, es gibt noch an anderer Stelle im Becken ein weiteres Gelege.

Heute sind deutlich weniger Eier im Topf, aber dafür schauen ganz viele Äuglein zurück wenn ich reinschaue.



Versuchen möchte ich die Aufzucht zumindest einmal.

Ein 12 Liter Becken stand eh leer, das habe ich jetzt mit aufgesalzenem Wasser befüllt, gefiltert werden soll mit einer groben Filtermatte und dahinter ein schwach eingestellter Sprudelstein um eine ganz leichte Strömung zu erzeugen. Das Becken steht auf der Heizung, ich denke, so kann ich darin um die 26 Grad halten.

Schon vor einer Woche habe ich den Versuch gestartet, Infusorien zu züchten. Dazu 2l Wasser aus dem Balkonteich in ein großes Glas gegeben und täglich mit einem Tropfen Kondensmilch gefüttert. Sichtbare Wolken aus Kleinstlebewesen haben sich keine gebildet, dafür zucken Hüpferlinge im Glas herum.
Einen Ansatz mit getrockneter Biobanane will ich heute noch starten.

Enghalsflaschen oder Reagenzgläser besitze ich nicht. Wo kann ich so etwas auftreiben?

Artemia habe ich, die sind später dann kein Problem, unsicher bin ich mir, ob ich die ersten Tage schaffe.

Ich habe noch ein zweites kleines Becken mit Süßwasser, das ist eingefahren und darin lebt gerade Nachwuchs von Tateurndina ocellicauda, da gibt es sowieso täglich Artemien. Natürlich wäre es praktischer, wenn ich den Nachwuchs gemeinsam aufziehen könnte. Klappt die Aufzucht der B. doriae wirklich nur in Brackwasser?

Ich bin mir auch nicht sicher, wie ich das mit dem Umgewöhnen ins Brackwasser machen soll. Ob die Eier am 4. oder 5. gelegt wurden weiß ich nicht. Aber schadet Eiern oder Jungfischen nicht der veränderte osmotische Druck wenn ich sie vom Weichwasser ins Brackwasser setze?

Sollte es noch einen zweiten Wurf geben, kann ich die Jungfische nur mit Glück erwischen wenn sie bereits frei schwimmen und müsste sie dann absaugen bzw. aus dem Becken fischen.

So, und dann eine weitere Sorge von mir: Was mache ich mit den ganzen Jungtieren wenn die Aufzucht wirklich klappen sollte? Dadurch dass sie wohl am Besten im Artenbecken aufgehoben sind und nicht an handelsübliches Futter gehen, werde ich in der Umgebung wohl kaum Interessenten finden, oder zumindest nur wenige bei denen sie ordentliche Haltungsbedingungen vorfinden. Selbst könnte ich auch nur wenige auf Dauer behalten, mehr als ein Becken möchte ich nicht mit ihnen besetzen...
« Letzte Änderung: 07. Dezember 2016, 16:22:10 von Sini »

Offline Sini

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Re: Goldringelgrundel
« Antwort #56 am: 05. Januar 2017, 18:56:49 »
Schade, dass bisher keine Antwort gekommen ist, aber vielleicht ist meine Frage ja auch einfach unter gegangen?

Am wichtigsten ist für mich, ob es sich bei meinen wirklich um B. doriae handelt und wie ich das sicher bestimmen kann?

Offline Ferrika

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Re: Goldringelgrundel
« Antwort #57 am: 07. Januar 2017, 00:29:25 »
Hallo Sini,

ist wohl irgendwie untergegangen. Ja, das sind B. doriae.

Enghalsflaschen sind übrigens Weinflaschen... z.B. Weithalsflaschen sind z.B. Milchflaschen.

Brackwasserfische brauchen keinerlei Umgewöhnung von weich auf hart, hart auf weich, Brack auf Süss oder umgekehrt. In der Natur kommt es oft vor, dass durch starke Regenfälle das Brackwasser plötzlich zu Süsswasser wird und durch steigende Flut von jetzt auf gleich Süsswasser zu Brackwasser wird.

Also: Eier am 7. Tag in 4 g/l Süsswasser (Brackwasser geht erst bei 5 g/l los) überführen, vorher eine Pantoffeltierchen Produktion anleiern und loslegen.
LG Jutta

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Offline APHS

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Re: Goldringelgrundel
« Antwort #58 am: 03. Juli 2017, 17:49:20 »
Und hast du sie groß bekommen? Schade, dass du nicht weiter berichtet hast!

Ich habe die Zwerge leider nie groß bekommen. Woran es lag kann ich nicht sagen. Sehr schade, aber ich habe dennoch die Zeit mit ihnen genossen. Sie sind einfach genau wie die großen, nur eben in klein.


Bei mir ist mein erstes Grundelmännchen gestorben. Ich bin unglaublich traurig gewesen. Er hat mich jetzt so lange begleitet. Er hat es aber 'angekündigt'. Er hat stark abgebaut die Tage davor. Ich habe ihn zwar seperat gefüttert, was er auch angenommen hat, aber nun ja, hat leider nichts mehr gebracht.


Und nun komme ich zu einem Weibchen (ebenfalls Erstbesatz), was mir leider nun auch sorgen macht. Ich weiß die Zwerge sind jetzt schon wirklich alt, aber dennoch.
Und zwar kann sie nicht mehr richtig schwimmen. Vor allem Kurven, bzw. abrupte Richtungsänderungen machen ihr Schwierigkeiten. Sie kommt noch bis an die Wasseroberfläche, frisst noch und verjagt auch andere Fische (ganz normal). Sie kann auch nicht mehr so richtig gut auf Oberflächen sitzen. Sie fällt teilweise runter und muss auch Fächern während sie sitzt. Auf breiten Oberflächen oder auf dem Boden kann sie aber noch gut sitzen.

Kann ich noch irgendwas für sie tun? Oder ist es sogar eine heilbare Krankheit?

Auch sie wird jetzt seperat gefüttert, allerdings nur in 'unserer geheimen Beckenecke'. Sie baut also körperlich auch absolut nicht ab. Wenn da nur das schwimmen nicht wäre....